Allgemeine Tipps

Drei Schritte, die Du durchlaufen musst, bevor Du eine neue Sprache lernst!

Bevor Du Dich daran machst eine Sprache möglichst schnell zu lernen, gibt es 3 Schritte, die Du vorher durchlaufen solltest. Du sparst Dir damit eine Menge Zeit und Kraft, bleibst motiviert und kommst in den Genuss Deiner ersehnten Erfolge!

Was sind Deine Ziele? Was möchtest Du mit der Sprache erreichen?

Formuliere Deine Ziele, möglichst genau und detailreich und schreibe sie am besten nieder. Dann ist es umso wirkungsvoller, wenn man das selbst gesetzte Ziel auch erreicht.

Du wirst Dich sicherlich fragen, warum Du Dir Ziele setzen sollst? Das hat mehrere gute Gründe. Zum einen kannst Du auf etwas hinarbeiten. Das ist immer leichter, als im „Nichts“ zu hängen.

Außerdem kannst Du anhand Deines Zieles Deinen Weg, den Du gehen wirst, definieren. Lass mich Dir das an einem Beispiel verdeutlichen:

Im August bereitete ich mich auf eine einmonatige Summer School in China vor. Ich hatte bereits gelesen, dass man insbesondere auf dem Festland in China ohne Chinesisch nicht sehr weit kommt. Man müsste mit „Händen und Füßen“ kommunizieren. Dem wollte ich vorbeugen und habe mir überlegt, was ich zur Vorbereitung auf meinen Aufenthalt brauche, um dort gut durch den Tag zu kommen.

Viele Menschen machen den Fehler, mich eingeschlossen, dass sie versuchen wollen eine Sprache zu lernen, wie es ein Lehrbuch vorschreibt. Sie erhoffen sich dadurch eine Systematik zu begreifen, die diesem Lehrbuch innewohnt.

Das ist zwar nicht falsch, führt jedoch oft zu einem schnellen Abflachen der Motivation und man bekommt das Gefühl, dass das Erlernen der Sprache zäh verläuft. Die kleinen Erfolge stellen sich nicht so schnell ein, wie man es sich erhofft und irgendwann verliert man die Lust das Projekt Sprache weiterzuverfolgen.

Deswegen ist es wichtig die eben formulierten Ziele genauer auszuformulieren. Wozu möchtest Du diese Sprache lernen? Was möchtest Du erreichen? Schreibe auch diese Ergebnisse auf, denn sie werden die Grundlage Deines Lernens sein. Diese Methode hilft Dir für Dich das wesentliche Ziel herauszufinden und dieses aktiv zu verfolgen – mit anderen Worten: Du hilfst Dir selbst dabei Dich auf „das Wesentliche“ zu konzentrieren!

Anhand meines Beispiels verdeutlicht hieß das:

Wichtig war es einen kleinen Small Talk führen zu können, nach dem Weg und den Preisen zu fragen und das Essen zu bestellen. Das heißt, dass ich mich fortan auf genau diese wichtigen Dinge konzentrieren konnte und musste. Daher suchte ich nach spezifischen Redewendungen und nach einzelnen Wörtern wie Huhn, Reis, Nudeln und Verben wie essen, trinken, gehen. Damit konnte ich mir mein Fundament zusammenschreiben, bevor ich auch nur einen Fuß nach China gesetzt habe.

Im Chinesischen besteht ferner die Besonderheit, dass die geschriebene Sprache aus Schriftzeichen besteht. Daher war es vor allem auf Speisekarten wichtig die Wörter Huhn, Reis, Nudeln und Tee zu erkennen. Auch wenn ich mir die Schriftzeichen nicht sofort merken konnte, um sie selbst zu schreiben. Ich erkannte sie auf der Speisekarte wieder und wusste, was ich mit „Sicherheit“ essen konnte.

Im Rahmen Deiner selbst gesteckten Ziele solltest Du keine Angst haben Deine neu erworbenen Kenntnisse auszuprobieren. Nehmen wir an, Du hast 10 häufig vorkommende Objekte gelernt, dazu 5 weitere Verben und vielleicht 5 weitere Adjektive. Damit kannst Du schon 10 x 5 x 5 = 250 verschiedene Sätze bilden! Genau diese Möglichkeit – Sätze aus vorhandenem Wissen zu bauen, indem man mit dem neu erlernten Wissen spielt, ist der Weg zum Erfolg.

Dabei dürfen wir eins nicht vergessen. Fehler zu machen ist menschlich. Fehler in einer neu erlernten Sprache zu machen ist nicht zu verhindern! Daher lautet die Devise: reden, reden, reden! Benutze die Sprache, wo auch immer es geht. Trau Dich Fehler zu machen!

Einer der Gründe, warum viele Menschen Kinder als wahre Wunderlerner von Sprachen betrachten, ist, dass Kinder in jungem Alter noch kein Schamgefühl entwickeln – sie schämen sich nicht für ihre Fehler bei der Aussprache oder Grammatik. Sie sprechen einfach – mit Fehlern. Sie werden von ihrer Umwelt korrigiert und erhalten Antworten in der korrekten Sprachweise. Unbekannte Wörter werden in der Regel durch verschiedene Sinne erläutert oder mit vorhandener Sprache erklärt. Und so baut sich der Wortschatz und die Kenntnis über die Sprache immer weiter aus.

Wir wissen, wie Kinder lernen. Also seien wir kindisch und werden zu Profis!

6 Tipps um beim Sprachenlernen am Ball zu bleiben

„Einfach jeden Tag ein wenig lernen, dann kannst Du es ruckzuck!“ Wie oft hat man diesen oder ähnlichen Satz schon gehört?

Zum einen steckt darin viel Weisheit, denn nur wer beständig, regelmäßig und systematisch eine Sprache lernt, wird schnell Fortschritte und Erfolge erzielen. Andererseits steckt darin auch eine hohe Anforderung – schließlich muss man um die Beständigkeit zu erreichen jeden Tag ein wenig machen.

Dabei gibt es 6 Fehler oder Mythen, die beim regelmäßigen Lernen auftauchen und wir werden die Wahrheit, die dahinter steckt lüften.

Ob das stimmt, können wir Dir nicht sagen. Aber was wir mit Sicherheit sagen können ist, dass es keine richtige und falsche Zeit gibt. Wichtig ist, dass Du Dich für eine so lange Zeit jeden Tag mit der Sprache auseinandersetzt, dass Du den Trubel Deines Alltags vergessen und Dich wirklich auf die Sprache und die neuen oder alten, zu wiederholenden Inhalte konzentrieren kannst.

Wichtig ist auch, dass Du nicht nur die Zeit misst, die Du lernst. Wenn Du beispielsweise nur auf die Uhr starrst, um zu die Zeit zu messen, wirst Du Dich nicht effektiv auf Deine Lerninhalte konzentrieren können. Die Zeit sollte auch nur als ungefährer Richtwert genommen werden. Wie lange Du tatsächlich lernen kannst und willst hängt nämlich maßgeblich von Dir ab: von Deiner Motivation und auch von Deiner Konzentrationsfähigkeit am gegebenen Tag.

Unser Tipp: Lerne nur, wenn Du Dich auch tatsächlich konzentrieren kannst. Sei ehrlich zu Dir selbst, wenn Du bewertest, ob Du geistig fit für das Wiederholen, Üben und Lernen bist. Tust Du es nicht, wirst Du schlechtere oder im schlimmsten Fall gar keine Erfolge erzielen, Frustration ernten und mit Deiner Motivation zu kämpfen haben.

Und schon sind wir bei ungefähr zwei Stunden Lernzeit… Eine Zeitspanne, die wohl keiner von uns da investieren kann und möchte. Deswegen empfehlen wir Dir: Vokabeln kann man mithilfe von Karteikarten oder Apps wunderbar lernen und auch unterwegs wiederholen. Auch ist die Menge an Wörtern und Satzteilen so groß, dass es eines ständigen Kampfes gegen das Vergessen bedarf. Daher solltest Du nach Möglichkeit jeden Tag ein wenig Zeit in das Erlernen von Vokabeln investieren.

Mit Übungen und Grammatik, beides Themengebiete, die etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, empfiehlt sich keine tägliche Übung. Es dauert schlicht zu lange, um sich in die Themen einzulesen und hineinzuversetzen.

Unser Tipp: Suche Dir ein bis zwei Tage in der Woche aus, an denen Du etwas mehr Zeit hast. An diesen Tagen wirst Du Dich mit den grammatikalischen Besonderheiten der Sprache auseinandersetzen. Damit ist sichergestellt, dass Du Dich nicht überlastest und trotzdem regelmäßig wiederholst und voranschreitest.

An den anderen Tagen, nimmst Du Dir kleine Übungen vor. Sprachlehrbücher sind in der Regel voll davon und helfen Dir die grammatikalischen Inhalte durch die Anwendung der Sprache zu verinnerlichen. Ansonsten gibt es häufig Arbeits- oder Übungsbücher, oftmals neumodisch auch als „Workbooks“ betitelt. Sollten Dir diese Übungen zu eintönig sein, kannst Du Dich außerdem an das Schreiben eines Sprachtagebuches heranmachen.

Das stimmt. Forscher haben herausgefunden, dass Informationen, die kurz vor dem Schlafengehen aufgenommen als erstes wiederholt und vom Gehirn verarbeitet werden. Es findet im Prinzip ein Speicherungsprozess des Tages „von hinten“ an. Mit anderen Worten werden die am Morgen aufgenommen Informationen zuletzt verarbeitet.

Was heißt das für Dich? Zuerst einmal, solltest Du für Dich ausprobieren, wann Du am besten lernen kannst. Oftmals wirst Du Beschränkungen ausgesetzt sein, etwa durch Schule, Studium, Beruf, Familienleben, Hobbies und sonstigen Angelegenheiten. D.h. Du bist von vornherein auf die Freiräume verwiesen. Von diesen Freiräumen solltest Du Dir klarmachen, wann Du am besten arbeitest.

Selbstverständlich wäre es toll die Erkenntnisse der Hirnforschung für sich zu nutzen. Aber oftmals ist es auch so, dass aufgrund der hohen Informationsaufnahme über den Tag hinweg der Kopf bereits so belastet und müde ist, dass die Konzentration und damit auch unsere Produktivität sinken. Viele Menschen kennen dieses Gefühl, dass nach 18 Uhr oder nach 20 Uhr einfach „nichts mehr geht“. Diesen Menschen ist davon abzuraten vor dem Schlafengehen zu lernen, denn dann werden sie nur zu ihrem eigenen Hindernis.

Die folgende Statistik zeigt, dass die Ergebnisse von Bildungsheld Robert sich für sein Chinesisch am Morgen am höchsten ist, obwohl er ein Nachtmensch ist, d.h. das Gefühl hat sich besonders gut am Abend bzw. in der Nacht zu konzentrieren. Die Grafik teilt sein Gefühl jedoch nur teilweise. Morgens kann er sich sogar ein wenig besser konzentrieren, was durch die höhere Trefferquote beim Wiederholen der Karteikarten gesehen werden kann. An dieser Aufschlüsselung sieht man aber auch, dass die Trefferquote während der Mittags- und Nachmittagszeit einen Tiefpunkt erreicht, weswegen er es unbedingt vermeiden sollte Mittags oder Nachmittags zu lernen.

Unser Tipp: Benutze eine Karteikarten-App, die Deine Erfolge und Misserfolge verfolgt. Wenn Du sie regelmäßig benutzt, kannst Du Tendenzen in Deiner Lernweise erkennen und sie so für Dich nutzen. Dann kannst Du selbst bestimmen, wann für Dich die optimale Lernzeit ist!

Du musst dies und jenes Auswendiglernen. Du verstehst das Thema eigentlich nicht, verstehst den Zusammenhang nicht? Egal, es ist die Basis, also musst Du da durch. Auch ein Ratschlag, den man öfters hört. Doch hier können wir ganz klar sagen, das ist falsch!

Menschen lernen wesentlich langsamer, manchmal sogar auch gar nicht, wenn sie das, was sie lernen sollen nicht verstehen. Entsprechend macht es keinen Sinn eine Regel auswendig zu lernen ohne verstanden zu haben, wie sie richtig funktioniert. Das kann bei manchen Sprachen etwas kompliziert sein, aber tue Dir selbst den Gefallen. Verstehe grammatikalische Regeln, bevor Du sie lernst.

Als Beispiel kann dafür das Arabische dienen. Dort gibt es Sonnen- und Mondbuchstaben. In Abhängigkeit davon, welcher Buchstabe auf den bestimmten Artikel al folgt, wird der erste Konsonant verdoppelt oder eben das „al“ ausgesprochen. Somit wird bei al shams „ash shams“ ausgesprochen.

Diese Regel ist nicht sehr schwierig, aber hört sich auf den ersten Blick kompliziert an. Entsprechend macht es keinen Sinn, ohne die Funktionsweise verstanden zu haben, die Liste der Sonnen- und Mondbuchstaben auswendig zu lernen, wenn man damit ohnehin nichts anfangen kann.

Unser Tipp: Verstehe was Du lernst und auch wozu Du es lernst. Du hast nur begrenzt Zeit und deswegen ist Deine Zeit kostbar. Achte also darauf, Deinen Lernprozess zu optimieren, indem Du zuerst die auswendig zu lernenden Themen verstehst, bevor Du sie lernst.

Ja! Das ist eine Methode von vielen. Der Trick liegt dabei nicht darin in das jeweilige Land zu fahren, in der diese Sprache gesprochen wird, sondern Dich mit der Sprache zu umgeben. Das funktioniert logischerweise in dem betreffenden Land am besten.

Zum Glück erlaubt uns der Fortschritt in der Technik viele neue Wege, auch beim Sprachenlernen zu bestreiten. Mithilfe von kostenlosen Videos, Musikstreaming und Nachrichtenzugang kannst Du Dir Deine eigene Welt mit der jeweiligen Sprache schaffen. Es kostet ein wenig Aufwand und an der einen oder anderen Stelle ein wenig Geld, ist aber vor allem für Menschen, die sich eine Reise oder einen längeren Aufenthalt aus zeitlichen, preislichen oder sonstigen Gründen nicht antun können, eine gangbare Methode seinen Sprachkenntnissen einen ordentlichen Schub zu verpassen.

Welche Möglichkeiten es da gibt, verraten wir Dir im Speziellen bei den Sprachen, in der Regel unter der Rubrik: Sprachenlernen für Fortgeschrittene, Aktive und Passive Förderung der Sprache. Schau Dich dort um und schau, ob wir bereits für Deine Sprache etwas Passendes vorbereitet haben. Falls nicht, schreib uns und wir kümmern uns darum zeitnah die erwünschten Informationen zu liefern!

Unser Tipp: Wenn es möglich ist, dann ist das sicherlich eine interessante Art und Weise seine bisherigen Sprachkenntnisse unter Beweis zu stellen. Bereits der kulturelle Austausch, der bei einer Reise und insbesondere bei einem längeren Aufenthalt stattfindet ist in aller Regel das Geld wert. Sollte es Dir nicht möglich sein, kannst Du immer noch auf altbewährte Methoden, wie Radio und Nachrichten oder einfach einen Spielfilm in Originalsprache mit Untertiteln zurückgreifen.

Dieser Satz wird überproportional häufig benutzt und das zu Recht! Übermüdete und zu stark gestresste Menschen leisten tendenziell wesentlich weniger und erkranken auch wesentlich schneller. In die Extreme getrieben kann es sogar zu ernsthaften Erkrankungen wie Depressionen oder Burn-Out kommen.

Aber bevor es soweit ist, nimmt die Produktivität bereits rapide ab. Das ist auch logisch. Stell Dir vor, Du würdest einen Mixer rund um die Uhr auf vollen Touren fahren lassen. Die Folge wäre ein zerstörter Mixer und wahrscheinlich eine dreckige Küche. Oder Du würdest Deine Muskeln trainieren und jeden Tag trotz heftigen Muskelkaters überanstrengen. Die Folge wäre wahrscheinlich eine Entzündung der Muskelfasern, der sonstigen Strenge und eventuell sogar der beanspruchten Gelenke.

Ähnlich verhält es sich also mit unserem Gehirn. Es brauch Pausen und wird sie sich, wenn Du es Deinem Gehirn nicht vergönnst, es mit Gewalt nehmen. Es wird Dich daran hindern Deine Ziele zu erreichen und Dich unglücklich machen.

Unser Tipp: Umgebe Dich mit der Sprache, setzte Dich viel mit ihr auseinander. Aber übertreibe es nicht. Bewahre einen kühlen Kopf, gönne Dir Auszeiten und Entspannungstage. Damit hast Du nicht nur mehr Zeit für Dich, sondern Du schraubst Deine Produktivität und Deine Motivation hoch.

Bücher in fremden Sprachen lesen

Wenn Du bereits durch die einzelnen Sprachen geschaut hast, wirst Du bemerken, dass wir es durchgehend empfehlen Bücher in einer fremden Sprache zu lesen. Dabei haben wir selbst gemerkt, dass wir viele Fehler gemacht haben. Das fing bereits mit der Erwartungshaltung, der Bücherauswahl und der eigentlichen (Lern-)Zielsetzung an.

Wenn man Du das erste Mal ein Buch in einer Fremdsprache gehalten hast, dann fühltest Du Dich wahrscheinlich wie wir: überfordert. So viele Seiten mit neuen, unbekannten Wörtern, bisher unbekannten Satzstrukturen, überfordernder Grammatik und noch vieles mehr. Gleichzeitig liegt auch eine gewisse Spannung in der Luft. Wie werde ich mit den Inhalten zurechtkommen? Wie viel werde ich von der mir erzählten Geschichte mitnehmen können?

Diesen Gefühlscocktail sollte man am besten zur Kenntnis nehmen. Die damit einhergehenden Fragen werden insbesondere, wenn es um die Erwartungshaltung geht, bedeutsam. Für die Erwartungshaltung sind folgende Fragen entscheidend, die Du Dir selbst ehrlich beantworten solltest:

  • Auf welchem Sprachniveau bewege ich mich?
  • Auf welchem Sprachniveau werde ich mit dem vorliegenden Buch konfrontiert?
  • Was erwarte ich von mir selbst?
  • Mit welchem Ziel lese ich dieses Buch?

Die erste Frage wird davon am einfachsten zu beantworten sein. Das Sprachniveau auf dem Du Dich bewegst wirst Du am besten einschätzen können. Dabei solltest Du ehrlich zu Deinen Stärken und Schwächen sein.

Das Sprachniveau des Dir vorliegenden Buches kann meist schwer einzuschätzen sein. Hilfreich ist hierbei sowohl den Klappentext, als auch die ersten 3 Seiten zu lesen. Wenn Du Dir Bücher im Internet kaufen möchtest, gibt es regelmäßig die Möglichkeit ins Buch „hineinzuschnuppern“ und auszugsweise die Texte zu lesen. Nutze diese Möglichkeit! Sie wird Dir helfen den Schwierigkeitsgrad besser einzuschätzen.

Die dritte Frage ist besonders spannend: was erwartest Du von Dir selbst? Damit es nicht zur Frustration kommt, solltest Du Deine Erwartungen an Deine eigenen Kenntnisse etwas zurücksetzen. Es wird mit Sicherheit sehr schwierig sein ein Buch in einer Fremdsprache zu lesen, ohne das Wörterbuch zu Rate zu ziehen. Aber: lasse Dich davon nicht entmutigen! Denn es geht beim Lesen nicht darum alles zu verstehen. Ganz im Gegenteil. Eine gesunde Erwartungshaltung sollte ein grobes Verständnis der erzählten Geschichte beinhalten. Wie kann man ein solches erreichen ohne zu viel im Wörterbuch zu suchen? Versuche lediglich die Verben nachzuschlagen. Die Verben eines Satzes geben in der Regel eine Auskunft darüber, welche Aussage im Satz getroffen werden soll. Hilft Dir das immer noch nicht weiter, solltest Du nur die absolut notwendigen Objekte nachzuschlagen! Das hilft enorm und Du vergeudest nicht Deine Zeit mit für das Gesamtverständnis irrelevanten Wörtern.

Zu guter Letzt solltest Du Dir vergegenwärtigen mit welcher Zielsetzung Du dieses Buch liest. Möchtest Du damit Deinen Wortschatz in eine spezifische Richtung erweitern oder Dir gar ein bestimmtes sachliches Thema in der Sprache erschließen? Oder möchtest Du einzig Spaß am Lesen in einer anderen Sprache haben? Je nachdem, wie Du diese Fragen beantwortest, wird sich der Aufwand für verschiedene Passagen oder das gesamte Buch ändern. Vergiss nicht, je mehr Du Dich darauf versteifst einzelne Wörter verstehen zu wollen, desto weniger Zeit hast Du letztlich Dein Gesamtverständnis zu trainieren – und im schlimmsten Fall wirst Du Dich im Detail verlieren.

In Abhängigkeit davon wie Du vorstehende Fragen beantwortet hast, ist es nun an der Zeit Dein Buch auszuwählen. Lasse Dir diesen Entscheidungsprozess bewusst werden. Dann kannst Du Dir wirklich ein Buch aussuchen, welches auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Achte insbesondere auf das Genre und die Narration. Sie sind entscheidend, wenn Du auf ein bestimmtes Ziel hin arbeitest. Das möchte ich Dir am folgenden Beispiel erläutern:

Möchtest Du als Au-Pair oder einen sonstigen Beruf in der Sprache ausüben, welcher den Umgang mit Kindern beinhaltet, empfiehlt es sich Kinderbücher zu lesen oder Romane, die aus der Sicht eines Kindes geschrieben sind. Ein solches Buch erhält dann genau die Elemente, die Du spezifisch gebrauchen kannst: die Sprache eines Kindes, einschließlich der gängig benutzten Satzstrukturen und den umgangssprachlichen Wörtern, derer Kinder sich oft bedienen.

Das trifft auf sämtliche Gebiete zu. Spannende Literatur gibt es in nahezu jeder thematischen Ausrichtung. Daher lohnt es sich auf die Suche zu gehen und die Lektüre ganz bewusst nach den beruflichen oder sonstigen Zielen auszuwählen. Ein weiteres Beispiel verdeutlicht diese Anwendbarkeit:

Strebst Du einen Auslandsaufenthalt mit Studium an? Handelt es sich um ein juristisches  Studium, bietet es sich an sich diesem komplexen Themengebiet spielerisch zu nähern. Die Vokabeln können durch Lektüre von Romanen über Anwälten, Gerichtsprozessen und ähnlichem erschlossen werden. Sehr gut und spannend zu lesen sind Bücher zu diesem Thema übrigens von John Grisham – hier könnt Ihr Euch umschauen, ob Euch eines seiner Bücher in den Bann zieht.

Muss man in dem Land leben, um die Sprache richtig gut zu beherrschen?

Ein Mythos, der sich hartnäckig hält oder doch vielleicht die Wahrheit? Wir zeigen Dir, was da wirklich dran ist!

Kommen Dir solche Bemerkungen, wie Du sie links sehen kannst, bekannt vor? Hast Du auch an diesen Aussagen Deine berechtigten Zweifel? Dann bist Du nicht der einzige. Bildungshelden.eu deckt auf, wie viel Wahrheit wirklich hinter diesen Aussagen steckt! Klicke auf die Reiter um mehr zu erfahren!

 

Jain! Viele Mitschüler haben – genauso wie ich – ein Auslandsjahr in den Vereinigten Staaten gemacht. Nicht nur, dass viele von uns ein atemberaubendes und sehr schönes Jahr dort verbrachten hatten. Die meisten von uns konnten danach fließend und einige wenige sogar fast perfekt Englisch sprechen.

Insofern: ja es stimmt. Wer ins Ausland geht um die Fremdsprache zu lernen kommt mit großer Wahrscheinlichkeit wieder zurück und hat sehr große Fortschritte gemacht. Aber: nicht alle, die zurückkamen waren auch wirklich besser. Doch woran liegt das? Diese Schüler waren nicht dumm, langsam oder lernunwillig. Sie haben sich aber abgeschottet, die sozialen Medien benutzt und viel Kontakt zu ihren Freunden und ihrer Familie im Inland gehabt. Das ist natürlich ein schönes Gefühl zu wissen, dass man vermisst wird und die Unterstützung der verbliebenen Lieben weiß, aber es hebt stark die besonderen Umstände auf, die für den Auslandsaufenthalt typisch sind: nämlich dass Du Dich der Zielsprache nicht entziehen kannst!

Wie lernen wir am besten eine Sprache? Indem wir uns mit der Sprache auseinandersetzen und sie zur Kommunikation benutzen. Wenn wir uns verdeutlichen, was Kommunikation eigentlich bedeutet, so kommen wir zum Schluss, dass sich dabei um den Austausch von Informationen handelt. Daher musst Du die Sprache nutzen, um Informationen aufzunehmen (passives Gebrauchen der Sprache), um selbst Informationen zu übermitteln (aktives Gebrauchen der Sprache) und Informationen zu verarbeiten (aktiv-passives Gebrauchen der Sprache). Letzteres kommt insbesondere bei sehr fortgeschrittenen Sprachenlernern vor, nämlich dann, wenn sie anfangen in der Sprache anfangen zu denken.

Was hat also das Ausland dem eigenem Land voraus? Man wird mit Informationen überflutet und wird viel eher in eine Situation gedrängt, in der man gezwungen ist in der Sprache zu kommunizieren, Informationen in der fremden Sprache aufzunehmen und ggf. auch zu verarbeiten.

Doch warum schaffen es einige trotzdem nicht? Weil sie sich abschotten, ihresgleichen suchen (d.h. jemanden der ebenso ihre eigene Sprache spricht). Mit der Entwicklung der sozialen Medien ist der Zugang zur eigenen Sprache wesentlich einfacher geworden – Fluch und Segen zugleich.

Wie wir im Fazit festgestellt haben kommt es bei dem Auslandsaufenthalt darauf an, dass man sich intensiv mit der Sprache auseinandersetzt und eine Begegnung mit der Sprache zulässt.

Doch wie können wir ähnliche Umstände wie im Ausland für unser Ziel die Sprache zu lernen schaffen?

Im Allgemeinen heißt es: viele Informationen (Radio, TV etc.) in der Zielsprache konsumieren. Beim Laufen, Gehen, Sportmachen, sowie beim Pendeln empfehlen sich Hörbücher und Musik in der Zielsprache.

Suche Dir außerdem Tandem-Partner und Gleichgesinnte! Versuche mit diesen Leuten hauptsächlich in dieser Sprache zu kommunizieren. Wenn Du Dich regelmäßig zwingst ausschließlich in der Zielsprache zu leben, kannst Du beinahe gleichwertige Umstände wie im Ausland herstellen und Deine Lernerfolge auf ein neues Allzeithoch zu hieven!

Falls Du genauere Hinweise zur aktiven und passiven Sprachförderung brauchst schau doch einfach mal bei unseren Sprachen rein. Wir suchen stets aktuelle, gute und erprobte Wege Deine Sprachfähigkeiten aktiv und passiv zu fördern!

Chamäleon sein – akzentfrei sprechen

Das Ziel vieler Menschen ist es eine Sprache so gut zu beherrschen, dass Menschen um einen herum einen nicht für einen Ausländer, sondern für einen Muttersprachler halten. Man möchte ein Chamäleon sein, von Einheimischen nicht erkannt werden. Andererseits möchte man sich auch die Anerkennung seiner Mitmenschen sichern, die gleichfalls keine Muttersprachler sind.

Zuerst sollte man differenzieren: möchte man tatsächlich vollkommen akzentfrei sprechen? Oder möchte man viel lieber eine klare Aussprache haben und von jedem Einheimischen problemlos verstanden werden? Auch wenn es zuerst wie eine Spitzfindigkeit klingt – es ist ein wahrhaft großer Unterschied!

 

Fakt ist: Deinen Akzent wirst Du in sämtlichen Situationen und das rund um die Uhr einfach nicht los. Zwar ist es möglich, dass im Alltag oder auch bei speziellen Gelegenheiten der Akzent verschwindet. Das ist mit viel Konzentration und Übung auch durchaus erreichbar. Stell Dir allerdings Ausnahmesituationen vor, etwa einen heftigen Streit, welcher viele verschiedene Gefühle in einem weckt. In solchen emotional geladenen Situationen, wird es schwierig sein sich so stark auf die Aussprache zu konzentrieren, dass der Akzent nicht wieder zum Vorschein kommt. Wenn Du also Deinen Akzent vollständig beseitigen möchtest, dann wird dies ein fast unmögliches Unterfangen sein.

Wenn Du tatsächlich als „echtes Chamäleon“ gelten möchtest, solltest Du Dich dDarüber hinaus fragen, ob Du neben der Fähigkeit akzentfrei sprechen zu können auch alle weiteren kulturellen Nuancen und Gepflogenheiten erlernen möchtest. Letztlich wird man Dich spätestens an diesen kleinsten Nuancen entlarven können, auch wenn Deine Zunge Dich nicht verrät!

Besser ist, wenn Du Dich darauf konzentrierst, dass Deine Aussprache klar und verständlich ist. Das hat zwei Gründe. Erstens: Du sparst Zeit und Nerven, wenn Du Dich darauf beschränkst eine klare Aussprache zu haben. Zweitens und wesentlich wichtiger ist, dass Du überall mit Deinen so erworbenen sprachlichen Fähigkeiten zurechtkommen wirst. Jeder wird Dich in der gegebenen Sprache verstehen – und das ist schließlich das Ziel im Sprachenlernen: sich artikulieren zu können, Wünsche und Geschichten in Worte zu fassen und sie mit anderen Menschen teilen.

Was aber kannst Du genau machen, damit Du an Deiner Aussprache arbeiten kannst? Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Übe mit einem Lehrer zusammen! Wenn Du keinen Lehrer an der Schule oder an der Universität zum Üben zur Verfügung hast, geh auf italki und finde einen passenden Lehrer!
  • Imitiere die Stimme Deines Lehrers oder Sprachpartners – diese findest Du ebenfalls auf italki!
  • Höre Dir Nachrichten in der jeweiligen Sprache an. Konzentriere Dich dabei auf die Melodie und den Rhytmus der Sprache. Wann werden Akzente gesetzt, wann wird die Stimme erhöht, wann wird sie gesenkt?
  • Schaue Dir nochmal die Anfangskapitel Deines Sprachlehrbuchs an! Dort gibt es in der Regel Ausführungen zur Aussprache. Übe beständig!
  • Nehme Deine eigene Stimme auf und analysiere wo Du selbst Fehler machst. Wenn Du Probleme bei der Aussprache einiger Töne hast, frage Deinen Lehrer wie seine Zunge im Mund positioniert ist um einen bestimmten Ton zu erzeugen!

Mit Karteikarten eine Sprache lernen

Jeder hat seine eigene Methode sich bestimmte Dinge zu merken. Beim Erlernen einer Sprache ist das ständige Erweitern und Wiederholen von Vokabeln eines der ausschlaggebenden Gründe, ob jemand die Sprache beherrschen wird oder nicht.

Oftmals werden Aussagen wie: „Du musst mindestens 3.000 Wörter können, sonst kannst Du noch nicht einmal eine Zeitung lesen“ in den Raum geworfen. Und wir müssen leider mitteilen, in vielen Fällen stimmt diese Aussage. Jetzt stellen sich Dir bestimmt einige Fragen, wie etwa

Geradeheraus gesprochen: ja. Man braucht zwar einen Wortschatz von ungefähr 3.000 Vokabeln, um vernünftig durch den Alltag zu kommen. Wenn Du komplexe wissenschaftliche, politische oder wirtschaftliche Themen problemlos beherrschen möchtest, dann werden gut und gern ungefähr 6.000 verschiedene Vokabeln notwendig. Klingt enorm viel? Ist es bei näherem Hinsehen eigentlich nicht.

Brechen wir das erst einmal herunter: Pro Tag ist es ohne größere Probleme möglich 10 neue Vokabeln zu erlernen und zwischen 100 und 150 Vokabeln zu wiederholen. Das macht ungefähr zwischen einer halben bis ganzen Stunde pro Tag aus. Mit einem solchen nicht überlastenden Pensum wird bei 365 Tagen im Jahr bereits nach einem Jahr die Schwelle von 3.000 Vokabeln deutlich überschritten!

Folgt man diesem Prinzip und „lässt etwas nach“, dann kommt man innerhalb von zwei Jahren auf das benötigte Vokabular, um sich auf hohem Niveau unterhalten zu können. Selbstverständlich ist das nicht alles, die Grammatik, Redewendungen und sonstige sprachliche Besonderheiten spielen neben dem Vokabular selbstverständlich eine herausragende Rolle.

Mit mehr Aufwand sind sogar 20 Vokabeln pro Tag bei 150 Wiederholungen pro Tag noch ein gangbarer Weg. Hier ist der Aufwand pro Tag natürlich wesentlich höher und beträgt ungefähr ein bis zwei Stunden pro Tag. Aber: Das Ziel sich ein Vokabular von über 7.000 Vokabular innerhalb eines Jahres anzueignen ist mit dieser Methode erreichbar!

Viele Wege führen nach Rom. Ein ganz sicherer Weg ist das Benutzen eines Karteikartensystems. Dies führt zu einer systematischen und regelbasierten Wiederholung. Das bedeutet, dass Du Dir vorher Regeln setzt bzw. setzen lässt, nach denen Du die Vokabeln in gewissen Zeiträumen wiederholst.

Karteikarten kannst Du analog und elektronisch  einrichten.

Die analoge Version hat den Vorteil, dass Du insbesondere bei Sprachen wie Arabisch, Chinesisch, Russisch und Japanisch die Zeichen handschriftlich mitschreibst.

Die Nachteile liegen insbesondere darin, dass bei unserem gesetzten Ziel 6.000 Karteikarten in Papierform nicht nur ein halber Wald abgeholzt wird, sondern Du einen guten Überblick über diese unheimlich große Menge behalten musst. Das wird auf Dauer schwierig – ist aber nicht unmöglich. Ein weiterer Nachteil ist, dass Papierkarteikarten nach einiger Zeit sich abnutzen und irgendwann zerfallen mit der Folge, dass wieder zeitaufwändig die Karteikarten wiederhergestellt werden müssen.

Elektronische Karteikarten haben den Vorteil, dass Du sie überall mitnehmen kannst. Sie synchronisieren sich auf Deinem PC, auf Deinem Handy und auf Deinem Tablet. Das ist äußerst praktisch, da so auch nie „Unordnung“ reinkommen kann. Es wird Dir außerdem erspart, dass Du Dir ein System ausdenken musst. Die App Anki ist besonders empfehlenswert. Sie ist kostenlos, bietet ein durchdachtes Lernsystem, bei denen Du mit immer größeren Zeitabständen eine gelernte Karteikarte wiederholst. Damit werden die Erkenntnisse aus der jüngeren Hirnforschung direkt in die Tat umgesetzt.

Nachteilig daran ist, dass Du stets alles „Tippen“ musst. Das handschriftliche Schreiben kannst Du hiermit natürlich nicht üben. Auch kann das dauerhafte auf den Bildschirm schauen für die Augen anstrengend werden.

Wir empfehlen Dir mit Nachdruck elektronische Karteikartensysteme auszuprobieren. Ausschlaggebend ist, dass es Dich lediglich etwas Zeit kostet sie auszuprobieren.

Nein! Karteikarten eignen sich auch hervorragend zum Erlernen von ganzen Sätzen. Das ist insbesondere dann hilfreich, wenn man vorgefertigte Sätze oder Satzbausteine lernen möchte.

So kann man sich beispielsweise Sätze für bestimmte, im Alltag oft vorkommende Situationen zurechtlegen und somit die stockenden Momente im Redefluss abbauen.

Aber auch grammatikalische Regeln lassen sich sehr gut mit Karteikarten wiederholen. Wir empfehlen dabei aber, dass Karteikarten mit einem anderen Themenschwerpunkt in einem „anderem Stapel“ gelagert werden, um Verwirrung beim Lernen vorzubeugen.

Tagebücher schreiben

Das Erlernen einer Sprache hat immer zwei Seiten. Eine passive und eine aktive Seite. Durch das Hören und Konsumieren von Informationen, etwa durch das Schauen von Filmen oder Nachrichten verbessert sich unser Verständnis der Sprache.

Allerdings werden wir vom bloßen Zuhören nicht die Fremdsprache meistern können. Das liegt daran, dass wir die gelernten Satzstrukturen selbst anwenden und üben müssen. Erst wenn wir selbst eine Information in der fremden Sprache vermitteln wollen, müssen wir sämtliches bis dahin erworbenes Wissen aktivieren um einen richtigen Satz zu formulieren.

Aktiv die Sprache zu benutzen kann im alltäglichen Leben schwierig sein. Oftmals hat man keinen oder nur wenig Kontakt zu Muttersprachlern, sodass das Üben schwer fallen wird. Die regelmäßige Dosis an gesprochenem Kontakt kann man sich bei einer Übungsstunde mit einem Tutor auf italki abholen.

Doch wie sieht es mit dem Schreiben aus? Regelmäßig wird es Dir hier an Übung fehlen. Denn Schreiben ist ein langwieriger Aspekt, Fehler werden noch weniger gern als im Mündlichen gemacht. Daher meine Empfehlung: Tagebuch schreiben!

Tagebücher schreiben

Unter einem „Sprachtagebuch“ ist kein Büchlein zu verstehen, in welches regelmäßig intime Ereignisse aus Deinem Leben einfließen. Auch wird es nicht primär dazu geschrieben um sich der stetigen Kontrolle anderer, beispielsweise Deines Lehrers zu unterziehen. Nein. Das Tagebuch, das wir für Dich im Sinn haben ist ein einfach Büchlein, ein Notizblock oder Dein Computer, welcher Dir zur schriftlichen Übung in einer fremden Sprache dient.

Wichtig ist dabei, dass es sich um ein Medium handelt, welches einfach transportiert werden kann. Das erleichtert es Dir in einer freien Minute Deine Gedanken zu verfassen und vermindert die Schwelle „sich jetzt dransetzen“ zu müssen.

Sinnvoll ist es hier auf Deine selbst gesetzten sprachlichen Ziele zurückzugreifen. Was möchtest Du erreichen? Möchtest Du etwa im Ausland studieren, empfiehlt es sich bestimmte Situationen, die Du bereits mit Deinem Sprachniveau beschreiben kannst, schriftlich nachzuempfinden. So kannst Du beispielsweise einen Absatz täglich über alltägliche Themen oder einen Arztbesuch, Dein Studienthema oder Hobbys schriftlich niederlegen.

Es reichen letztlich auch völlige Banalitäten oder eine Zusammenfassung interessanter Texte oder Geschichten, welche Du auf welchem Wege auch immer zur Kenntnis genommen hast.

Sollte es Dir anfangs zu schwer fallen über Deinen Alltag direkt in der Zielsprache zu schreiben hat sich folgende Methode bewährt. Du nimmst Dir 10 Minuten Zeit und schreibst möglichst detailliert, was Du den Tag über getan, gedacht und gesehen hast. Wenn Du fertig bist, wirst Du einen ziemlich langen Text vor Dir sehen, an dem Du Dich orientieren kannst und den Du im Zweifel in die jeweilige Zielsprache übersetzen kannst.

Selbstverständlich solltest Du Dir beim Verfassen größte Mühe geben Deine Sätze richtig zu formulieren und niederzuschreiben. Wichtiger ist aber, dass Du die Hemmung verlierst Sätze zu formulieren und diese in Deiner selbst gewählten Form niederschreibst. Damit erreichst Du nämlich sehr viel: Dir werden die grammatikalischen Regeln bewusster und Du wirst sie so erst richtig verstehen, weil Du sie anwendest. Außerdem lernst Du Deine Gedanken in der fremden Sprache in Worte zu kleiden. Um Dich ordnungsgemäß ausdrücken zu können, wird es beiläufig zu einer Verbesserung Deines Vokabulars kommen!

Klingt gut? Fang jetzt damit an!