Frankreich

Allgemeine Fakten

Hauptstadt: Paris
Staatsform: Republik
Regierungssystem: Semipräsidentielle Demokratie
Staatsoberhaupt: Staatspräsident Emmanuel Macron
Regierungschef: Premierminister Édouard Philippe
Währung: Euro
Fläche: 643.801 km²
Einwohnerzahl: 66.991.000

Hauptstadt – Paris

Paris ist die Hauptstadt Frankreichs und Regierungssitz. Der Fluss Seine teilt die Stadt in einen nördlichen (Rive Droite, „rechtes Ufer“) und einen südlichen Teil (Rive Gauche, „linkes Ufer“). Außerdem ist die Stadt administrativ in 20 Stadtbezirke (Arrondissements) unterteilt. Mit über 2,2 Millionen Einwohnern ist Paris die fünftgrößte Stadt der Europäischen Union, sowie mit über 12,4 Millionen Menschen nach London die zweitgrößte Metropolregion der EU.

Die französische Hauptstadt beherbergt eine Vielzahl sehenswerter kirchlicher und weltlicher Bauwerke, Straßen, Plätze und Parks, etwa 160 Museen, rund 200 Kunstgalerien, circa 100 Theater, über 650 Kinos und mehr als 10.000 Restaurants. Das Angebot an kulturellen Veranstaltungen ist mit zahlreichen Konzerten, Ausstellungen, Musik- und Filmfestivals, Modenschauen sowie der Austragung sportlicher Wettbewerbe reichhaltig. Die Uferpromenade der Seine in Paris wurde 1991 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Sehenswürdigkeiten in Paris

Paris, das sind große Boulevards und kleine Gassen, Straßencafés und Spitzen-Restaurants, grosse und kleine Attraktionen. Paris ist die Stadt von Amelie Poulain, Edith Piaf, Picasso und Gustave Eiffel, den Katakomben, dem Eiffelturm, von Sacre Coeur, dem Montmartre, dem Louvre und vielem mehr.

Eiffelturm
Notre Dame

Kultur

Frankreich gehört zu den führenden Kulturnationen der Welt. Kunst und Kultur genießen hohe Wertschätzung und werden mit erheblichen öffentlichen Beträgen unterstützt. In Paris wie in den Regionen ist das Angebot überwältigend. Dies gilt für traditionelle Ausdrucksformen ebenso wie für zeitgenössische Beiträge. Besonderes Augenmerk gilt auch dem Erhalt des reichen kulturellen Erbes, zahlreiche historische Bauten sind vorbildlich renoviert. In internationalen Gremien verfolgt Frankreich ein Konzept der kulturellen Vielfalt: Kultur ist keine Ware, die allein Marktgesetzen gehorchen darf. Frankreich vertritt diese Position mit Nachdruck in der Diskussion um die kulturelle Ausnahme im Rahmen des transatlantischen Freihandelsabkommen sowie um den verstärkten Schutz von Urheberrechten und geistigen Eigentums im digitalen Raum. Daneben bleibt die weltweite Förderung der französischen Sprache ein zentrales Anliegen.

Quelle: Auswärtiges Amt

Bildungspolitik

Ein unentgeltliches öffentliches Bildungswesen ist in Frankreich verfassungsmäßig verankert. Traditionell dominiert ein ganztägiges Gesamtschulsystem, das vom Bildungsministerium in Paris zentral gesteuert wird. Daneben behaupten sich Privatschulen mit Erfolg. Diese stehen zum Großteil zwar unter konfessioneller Trägerschaft, verfolgen in ihren Lehrplänen jedoch ebenfalls das Prinzip des Laizismus. Die Schulpflicht besteht in Frankreich bis zum 16. Lebensjahr.

Ab dem dritten Lebensjahr gibt es in Frankreich die staatliche Vorschule (école maternelle). Mit sechs Jahren beginnt verpflichtend die Grundschule (école primaire oder élémentaire, 5 Jahre), gefolgt von einer einheitlichen Mittelstufe (collège, 4 Jahre). Danach besteht die Wahl zwischen berufsbildenden Schulen (lycée professionnel, 2-4 Jahre) oder dem allgemeinbildenden Gymnasium (lycée, 3 Jahre). Mit der Abschlussprüfung des Gymnasiums (baccalauréat) nach 12 Jahren wird in Frankreich die allgemeine Hochschulreife erworben. Die Abiturquote (einschließlich berufsbildender und technischer Gymnasien) liegt bei etwa 71 Prozent.

Im September 2013 trat ein neues Gesetz in Kraft, mit dem die Parti Socialisteinsbesondere die Unterrichtszeiten an den Schulen reformierte. Mit der Reform wurde die 24 Stunden-Woche eingeführt, aufgeteilt auf viereinhalb Tage pro Woche. Als Ausgleich zum Unterricht soll den Schülern zudem ein ausgiebiges Nachmittags-Programm mit diversen Aktivitäten angeboten werden.

Für die berufliche Bildung sind in erster Linie die berufsbildenden Gymnasien (lycée professionnel) zuständig, die in den mehr als 300 anerkannten Berufen ausbilden. Unterricht und praktische Ausbildungsteile von einigen Wochen wechseln sich ab. Der Abschluss erfolgt nach zwei Jahren mit einem brevet d’études professionnelles (BEP), das Kenntnisse in einer Berufssparte bescheinigt, oder nach drei Jahren mit einem certificat d’aptitude professionnelle (CAP) in einem Ausbildungsberuf. Diese Abschlüsse können ergänzt werden durch einen weiteren Ausbildungsgang mit viermonatigem betrieblichen Praktikum hin zu einem Berufsabitur (baccalauréat professionnel), das zur Aufnahme eines Studiums berechtigt. Neben diesen Ausbildungsgängen wird auch ein duales zwei- bis dreijähriges Ausbildungssystem (vergleichbar einer Lehre im deutschen Berufschulwesen) mit einer Kombination von theoretischem Unterricht in speziellen Ausbildungszentren (centres de formation d’apprentis – CFA) und praktischer Ausbildung in Betrieben angeboten, das ebenfalls zu einem CAP-Abschluss führt. Dieser Weg wird aktuell besonders im Rahmen von Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit gefördert.

Das französische Hochschulsystem bleibt von Auslese und Elitenbildung geprägt. Der Zugang zum Vorstudium (classes préparatoires), das auf die so genannten Grandes Écoles vorbereitet (Elitehochschulen mit fünfjährigen Ausbildungen), erfolgt über anspruchsvolle Auswahlwettbewerbe (concours). Die Führungseliten des Landes in Politik, Wirtschaft und Verwaltung rekrutieren sich immer noch weitgehend aus diesen Grandes Écoles. Die finanzielle Ausstattung von regulären Universitäten und Grandes Écoles wird teilweise angeglichen und der Zugang zu den Vorbereitungsklasse für die leistungsstärksten Schüler aller Gesellschaftsschichten auch über Stipendien weiter erleichtert. Der Übergang zwischen Grandes Écoles und den Universitäten soll einfacher werden. Derzeit studieren rund 2,4 Millionen Studierende an französischen Hochschulen – so viele wie nie zuvor.

Quelle: Auswärtiges Amt

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