Kanada

Allgemeine Fakten

Hauptstadt: Ottawa
Staatsform: Parlamentarische Monarchie
Regierungssystem: Parlamentarische Demokratie
Staatsoberhaupt: Königin Elisabeth II. vertreten durch Generalgouverneur David Johnston
Regierungschef: Premierminister Justin Trudeau
Fläche: 9.984.670 km²
Einwohnerzahl: 36.286.425
Währung: Kanadischer Dollar
Gründung: 10. Februar 1841

Hauptstadt – Ottawa

Ottawa ist die Hauptstadt von Kanada. Sie liegt im östlichen Teil der Provinz Ontario. In der Stadt, die sich an den gleichnamigen Fluss Ottawa schmiegt, leben etwa 800.000 Einwohner. Die beiden offiziell anerkannten Sprachen in der Kanada Hauptstadt sind Englisch und Französisch, wobei das Englische überwiegt. 1827 tauften die Stadtgründer Ottawa mit dem Namen Bytown, um Colonel John By, einen Kanalbaumeister, zu würdigen. 30 Jahre später ernannte Königin Victoria Ottawa zur Hauptstadt von Kanada.

Sehenswürdigkeiten in Ottawa

Der Parliament Hill von Ottawa ist ein wahrer Publikumsmagnet für Touristen, die die Hauptstadt von Kanadabesuchen. Das Parlamentsgebäude ist im neogotischen Stil erbaut und hat als Grundriss eine U-Form.

Wie beliebt diese Sehenswürdigkeit in Kanada ist, erkennt der Tourist ganz schnell, wenn er vor dem Einlass zwei bis drei Stunden warten muss. Das Parlamentsgebäude lockt etwa 4 Millionen Besucher im Jahr an, die den mittleren und östlichen Teil des Prachtbaus besichtigen. Im Zentralgebäude gibt es eine in ihrer Bauform ungewöhnliche Bibliothek. Sie sieht aus, wie das Kirchenschiff einer Kathedrale.

Ein weiterer Publikumsmagnet ist der Rideau-Kanal, mit einer Länge von 7,8 Kilometern, ist einer der beliebtesten Freizeitplätze der Bürger Ottawas. Sehenswert ist auch das Luxushotel Château Laurier, der einzige Bau in Ottawa, der im Stil einem Loire-Schloss in Frankreich gleicht. Zu weiteren Attraktionen der Hauptstadt Kanadas zählen das  National Art Center, eine der renommiertesten Kunstgalerien der Welt, der  Botanische Garten sowie die Royal Canadian Münzanstalt. Sie ist nicht nur in Kanada eine herausragende Institution, sondern gehört zu den weltbesten ihrer Zunft und thront in einem prächtigen Steingebäude über den Klippen des Flusses Ottawa. Wer hier an einer Führung teilnimmt, erfährt alles über die Münzherstellung und kommt an Goldbarren vorbei, die Millionenwerte repräsentieren.

Aber nicht nur Kunst und Kultur hat Ottawa, eine der schönsten Städte Kanadas, zu bieten. Auch für Entspannung ist gesorgt. Die Ottawa Riverboat Company bietet von Mai bis Oktober Rundfahrten auf dem Ottawa Fluss an. Das Schiff, die Sea Prince II. bietet 305 Personen Platz und lädt sonntags zum Champagner-Büfett ein – ein tolles Angebot um einen Urlaub in Kanada entspannt ausklingen zu lassen.

Parliament Hill Ottawa
Byward Market Ottawa

Kanada aus sprachlicher Sicht

Du besuchst Kanada und möchtest vielleicht wissen in welchen Regionen Du Deine Englisch und Französisch Kenntnisse ausprobieren kannst?

Du hast Glück! In Kanada kannst Du im gesamten Land mit Englisch zurechtkommen. Aber auch für frankophile Besucher hält das Land einiges her. Ungefähr jeder Fünfte Kanadier spricht Französisch, davon leben die meisten im Quebec. Wer sich also richtig auf Französisch austoben möchte, der wird dort seinen Spaß haben. Immerhin ist Französisch dort Offizialsprache und wird von über 95% der Menschen gesprochen.

Wer auch außerhalb von Quebec nach Französisch sucht, der muss etwas länger suchen, wird aber in New Brunswick, einem bi-lingualem Land Kanadas mit ungefähr 30% französisch sprechender Bevölkerung fündig. Darüber hinaus lassen sich einige größere französisch-sprachige Communities in Manitoba und Ontario, sowie wesentlich kleinere in Nova Scotia, Alberta, Prince Edward Island und Saskatchewan finden.

Kultur und Bildung

Kanada ist stolz auf sich und seine Kultur; es sieht sich als moderne, multikulturelle, aufgeschlossene, kreative und innovative Nation. Das große Schlagwort heißt „Diversität“ und meint Kanadas Bilingualität, seinen Multikulturalismus, die gelungene Integration neuer Einwanderergruppen und den Einfluss der Ureinwohner.

Kanada versteht sich ausdrücklich – anders als der südliche Nachbar USA – nicht als Schmelztiegel („melting pot“), in dem Minderheitskulturen in einer Mehrheitskultur aufgehen, sondern legt Wert darauf, dass hier ein friedliches Miteinander verschiedener Bevölkerungsgruppen möglich ist. Allerdings wird die Integration der sogenannten „visible minorities“ in die kanadische Gesellschaft zunehmend schwieriger, da diese Minderheiten in den Ballungsgebieten schon einen hohen Anteil an der Gesamtbevölkerung haben.

Kanada ist ähnlich föderal strukturiert wie Deutschland; es gibt kein Bildungsministerium auf Bundesebene und kein einheitliches nationales Bildungssystem. Der kanadischen Verfassung entsprechend liegt die Zuständigkeit für alle Bildungsfragen bei den zehn Provinzen und drei Territorien.

Viele Kommunen bieten für Kinder im Alter von vier oder fünf Jahren eine Vorschulerziehung (pre-elementary/pré-scolaire) an. Grundschule (elementary oder primary school/école élémentaire oder primaire) und Sekundarstufe dauern in den meisten Provinzen zwölf Jahre; davon beansprucht die Grundschule sechs Jahre (in British Columbia sieben Jahre, in Ontario und Manitoba acht Jahre). Darauf folgt der jeweils zwei- oder dreijährige Besuch der junior high school und der senior high school bzw. der combined junior/senior high school (in Ontario secondary school genannt).

Im Allgemeinen sind die weiterführenden Schulprogramme zweizügig. Ein Zweig führt zum Studium an einer Universität, der andere bereitet auf eine weiterführende Ausbildung an einem community college/ collège communautaire, auf eine technische Studienrichtung (institute of technology/ institut de technologie) oder auf den Arbeitsmarkt vor.

Ziel der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik ist in erster Linie das Werben der kanadischen Bildungseinrichtungen um ausländische Studenten sowie die Beziehungspflege zu Akademikern, die den kanadischen Werten und dem „Canadian Way of Life“ positiv gegenüberstehen. Zu diesem Zweck werden Programme für Kanadastudien gefördert und internationale Stipendien vergeben. Durch deutlich höhere Studiengebühren als für einheimische Kommilitonen sorgt eine hohe Anzahl ausländischer Studenten so für nicht unerheblichen Anteil an der Finanzierung der Bildungsausgaben in Kanada.

Quelle: Auswärtiges Amt

Reiseführer

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